2018-03-15 - Landeszeitung - Turbulentes Jahr für Freibad Kropp

Fazit der Wasserfreunde fällt auf Jahreshauptversammlung positiv aus / Gemeinde will das Bad erhalten

Kropp

Weniger Besucher, diverse Sanierungsprojekte und ein Wasserschaden vor Saisonbeginn: Das Jahr 2017 war für die Wasserfreunde Kropp ein aufregendes. Auf der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung wurde Bilanz gezogen, gleichzeitig wurden Ämter neubesetzt. So ist Arne Mumm der neue stellvertretende Vorsitzende der Wasserfreunde. Im Gasthaus Bandholz stellte er sich spontan zur Verfügung, als Vorgängerin Maren Bandholz eine Wiederwahl ablehnte. Kassenwart René Schmidt wurde von den knapp 40 anwesenden Mitgliedern im Amt bestätigt.

Die derzeit 243 Wasserfreunde setzen sich für den Erhalt des Kropper Freibads ein. Dafür bieten sie Schwimmausbildung und Aquasport an, aber auch finanzielle Hilfe. So zahlt der Verein insgesamt 8500 Euro für die Erneuerung des Ein-Meter-Sprungturms, nachdem der alte Turm instabil geworden war. Kurioserweise war dieser 1,04 Meter hoch, sagte Bauhofleiter Timo Petersen und ergänzte mit einem Schmunzeln: „Jahrzehntelang sind die Schwimmer betrogen worden.“

43 755 Personen haben 2017 das Freibad besucht, fast 10 000 weniger als im Vorjahr. Trotz des schlechten Wetters „haben wir gegen den Trend ein relativ gutes Ergebnis erzielen können“, meinte Bürgermeister Stefan Ploog und dankte dem Verein für die Unterstützung. Man werde das Bad weiter mit DLRG und Wasserfreunden voran bringen, sagte er: „Ziel der Gemeinde ist es, das Bad zu erhalten.“

Aus dem Grund hat der Bauhof einige Arbeiten vorgenommen. Die Damenduschen wurden neu gefliest, der marode westliche Wachturm zurückgebaut und neue Spinde gekauft. Der Imbiss wird saniert und bekam neue Fenster. „Die alten waren nicht fachgerecht eingebaut worden, Regenwasser lief rein. Künftig ist es frostsicher“, so Timo Petersen. Das Bistro ist um einen Raum erweiterbar, der zudem für Seminare genutzt werden kann. Gäste, die nur den Bistro-Bereich besuchen möchten, sollen nur noch einen „Besucher-Euro“ zahlen – nicht den vollen Eintritt, erläuterte Stefan Ploog. Das könne dem neuen Pächter, der Ende des Monats gefunden sein soll, helfen, „die Wirtschaftlichkeit zu verbessern“, sagte er. Der Wasserschaden, der vor Saisonbeginn 2017 im Bereich der zwei neuen Pumpen aufgetreten war, wurde von der Versicherung übernommen und weitgehend behoben. Das Wasser hatte fast hüfthoch gestanden und die Elektronik beschädigt, so dass die Pumpen manuell gesteuert werden mussten. „Das kostete enorm Arbeitszeit“, sagte Timo Petersen. Die gute Nachricht: Die neuen Pumpen sparten so viel Strom, dass sie sich im Juli amortisiert hätten – „wir hatten damit erst in vier Jahren gerechnet“.

Im Verlauf des Abends genehmigten die Mitglieder zudem den Haushalt. Zu den geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr gehören der Triathlon am Muttertag, das Kropper Fest der Vereine am 23. Juni sowie die Fahrt zur Autostadt Wolfsburg am 24. August.

Maike Krabbenhöft