2017-01-16 Landeszeitung - Kropp wandelt sich wie nie zuvor

Landeszeitung - Montag, 16.01.2017

Kropp wandelt sich wie nie zuvor

Bürgermeister kündigt beim Jahresempfang entscheidende Bauvorhaben an / Bedarf an Kinderbetreuung nur durch neues Gebäude zu lösen

Kropp

100 Gäste haben Bürgervorsteher Klaus Lorenzen und Bürgermeister Stefan Ploog beim Neujahrsempfang der Gemeinde Kropp im Haus Kana begrüßt, darunter Oberst Michael Krah, die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Sütterlin-Waack und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier. Nach den einführenden Worten von Lorenzen begann der Bürgermeister mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr.

2016 habe sich die Flüchtlingssituation „nicht so dramatisch entwickelt, wie Anfang des Jahres erwartet“, erklärte er. Insgesamt wurden 61 Personen aufgenommen, „damit leben 275 Flüchtlinge im Amt“. Er dankte den 70 Lotsen für ihren Einsatz sowie dem Diakoniewerk Kropp für die Möglichkeit, das Haus Bethesda nutzen zu können. Positiv kommentierte er die Entscheidung, die Ausbildung der Tornadopiloten mit 190 Dienstposten in die Region zu verlegen. Das werde neben zusätzlichen Einwohnern und Kaufkraft zwar auch mehr Flugstunden bringen, doch die höhere Lärmbelästigung sei „in Kropp kein Thema“.

Beim Ausblick auf 2017 fiel auf, dass im Februar kein Stein auf dem anderen liegen bleiben wird. Dann wird die alte Fahrzeughalle des Rettungszentrums abgebaut und der dahinter liegende Erdhügel entfernt. Baubeginn für die Erweiterung sei im April, erklärte Ploog. Ebenso im Frühjahr werde der Abriss des Rosengartens „endlich erfolgen“, erklärte er. Interessenten für die dort geplanten Wohnungen können sich bei einer „Kickoff-Veranstaltung“ im Februar in die Genossenschaft eintragen. Ebenfalls im Februar soll die Erschließung des Baugebiets fertig sein, wo 38 der 53 Grundstücke verkauft sind. Zum Thema Abwasserbeseitigung, wo die Einführung einer Grundgebühr für Aufregung gesorgt hatte, kündigte er eine Fragebogenaktion an, „um einen möglichst gerechten Maßstab entwickeln zu können“. Die Auswertung werde bis zum Sommer dauern, ergänzte er, so dass die Veränderungen erst zum Jahreswechsel umgesetzt würden. Mit der Entscheidung des Handels- und Gewerbevereins (HHG), vorerst keine Kropper Informations-Schau mehr zu veranstalten, „bin ich nicht glücklich“, meinte Ploog. Dem hohen Aufwand stehe die einmalige Chance gegenüber, sich vielen potenziellen Kunden zu präsentieren. Er gab die Hoffnung nicht auf, dass die Messe doch noch eine Zukunft hat. Darüber hinaus plant die Gemeinde ein Ortskernentwicklungskonzept, um Fördergelder einwerben zu können und Leerstände zu bekämpfen. Diesbezüglich „macht mir die Hauptstraße Sorgen“, meinte er.

Auch die Kindergärten werden zentrales Thema sein. Die zwei Einrichtungen „sind voll belegt und wir müssen feststellen, dass wir weiter Bedarf haben“, so der Bürgermeister. Daher werde überlegt, ein weiteres Gebäude zu bauen. „Ich möchte aber betonen, dass wir es so konzipieren müssen, dass – sollten wir es nicht mehr als Kindergarten nutzen – auch für andere Zwecke einsetzen können“, schloss er. Im Anschluss wurden die Überschüsse aus dem Weihnachtsmarkt für die Jugendarbeit gestiftet. Dafür überreichten Carsten Saß vom veranstaltenden HHG und Adolf Deeke vom Regionalmarketing Kropp-Stapelholm einen Spendenscheck an Vertreter der Wasserfreunde Kropp, des TSV Kropp und der Freiwilligen Feuerwehr.

Maike Krabbenhöft