2016-02-05 Landeszeitung - Wasserfreunde: „Hier fehlt ein Sprungturm“

Landeszeitung - Freitag, 05.02.2016

Wasserfreunde: „Hier fehlt ein Sprungturm“

Investition von 20 000 Euro kann Traum möglich machen

Kropp

Auch wenn jetzt nicht gerade die passende Zeit für ein Bad im Freien ist, laufen dennoch schon die Vorbereitungen für einen frühzeitigen Saisonstart in etwa drei Monaten zum 1. Mai im Kropper Freibad.

Bis dahin ist noch viel zu tun: Nachdem der drei-Meter-Sprungturm aufgrund baulicher Mängel für einen Betrieb nicht mehr freigegeben wurde, ist dieser abgebaut und entfernt worden. 2015 fand der Badbetrieb bereits ohne Sprungturm statt. Jedoch ist dieser drei-Meter-Sprungturm zwingend erforderlich. Aufgrund einer Erhebung 2014 durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können bereits 50 Prozent der Zehnjährigen nicht sicher schwimmen. 25 Prozent aller Grundschulen haben keinen Zugang zu Bädern. Doch zum sicheren Schwimmen gehört auch die Fertigkeit vom Ein-Meter- und Drei-Meter Sprungturm ins Wasser zu springen.

Deshalb wird der Neubau des drei-Meter-Sprungturms im Kropper Freibad herbeigesehnt. Für die Schwimmausbildung ist dieser Sprungturm von entscheidender Bedeutung, sagen die Wasserfreunde. Bereits beim Jugendschwimmabzeichen Silber ist ein Sprung vom Drei-Meter-Turm erforderlich. „Wir müssten dann die Kinder in andere Bäder wie zum Beispiel Schleswig oder Rendsburg schicken, damit der Sprung ermöglicht werden kann“, sagt Uwe Baurhenne, der den Verein führt, aber auch als DLRG-Vorsitzender und Gemeindevertreter aktiv ist.

Auch für die Rettungsschwimmausbildung ist der drei-Meter-Sprungturm unerlässlich. Gerade die vor Ort stationierte Bundeswehr benötigt Rettungsschwimmer und ist auf das Freibad angewiesen. Das Freibad ist im Besitz der Gemeinde Kropp. Bürgermeister Stefan Ploog hat in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit des Bades hingewiesen, aber auch deutlich gemacht, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handelt. Und da in Kropp eine ganze Reihe von finanziell umfangreichen Pflichtaufgaben zu erledigen ist, befürchten die Wasserfreunde, dass das Kropper Freibad zeitnah nicht mehr komplett saniert werden kann. Den Wasserfreunden geht es darum, das Freibad zu erhalten. Erstes großes Ziel auf diesem Weg ist ein Drei-Meter-Sprungturm, der mit etwa 20 000 Euro zu Buche schlägt.

„Die Mittel zur Neuanschaffung reichen bei Weitem nicht aus, um den Neubau des drei-Meter-Sprungturms zu realisieren. Deshalb sind wir auf Spenden dringend angewiesen“, so Uwe Baurhenne, der an die Bevölkerung appelliert, für die Neuanschaffung zu spenden. Auch neue Mitglieder sind bei den Wasserfreunden Kropp willkommen. Der Verein Wasserfreunde Freibad Kropp ist als gemeinnützig anerkannt. Informationen gibt es unter www.wasser-freunde.de.

„Wir kennen keinen Stillstand, sondern sind immer aktiv für das Freibad, damit unsere Kinder auch in Zukunft in Kropp schwimmen und rettungsschwimmen lernen können“, betont Baurhenne. Es gehe um Lebensrettung, Gesundheitsvorsorge, Freizeitspaß und eine attraktive Gemeinde.

lz