2016-09-26 Landeszeitung - „Kachel an Kachel“– knapp  4000 Bahnen für guten Zweck

Landeszeitung - Montag, 26.09.2016

„Kachel an Kachel“– knapp 
4000 Bahnen für guten Zweck

Aktion im Kropper Freibad / Schwimmanlage seit gestern bis 1. Mai geschlossen

Kropp

190 Schwimmer haben für die Aktion „Deutschland schwimmt“ am Sonnabend im Kropper Freibad insgesamt 3920 Bahnen gezogen – was sich auf 196 geschwommene Kilometer summierte. Dafür waren sie auf einer abgetrennten 50-Meter-Bahn unterwegs, wobei jede Runde vom Beckenrand aus mitgezählt wurde. Hintergrund war eine Aktion von Disney, Rewe und Allianz, die 200 000 Euro für Schwimmunterricht spenden wollen, wenn Teilnehmer in ganz Deutschland zusammen 3621 Kilometer schwimmen, was rein rechnerisch einer Umrundung Deutschlands entspricht. Bei 876 erreichten Kilometern gäbe es 50 000 Euro.

„Wir sind das einzige Freibad, das teilnimmt“, berichtete Jördis Bleßmann über die Aktion, die die Kropper Wasserfreunde und DLRG gemeinsam umsetzten. Bei sonnigem Wetter und 27 Grad Wassertemperatur waren die Bedingungen gut. Dennoch sei es anstrengend, betonte Martin Thomsen, der nach 170 Bahnen aus dem Becken stieg. Er ist Triathlet, durchtrainiert und schwimmt auch mal von Rügen nach Stralsund. 8500 Meter im Becken zurückzulegen, sei dagegen etwas eintönig: „Da ist Kachel an Kachel.“ Doch die Aktion „ist eine super Sache“. Ein starker Schwimmer war auch Sebastian Bendler, der sechs Kilometer zurückgelegte – 120 Bahnen. Mit der Spendenaktion ging die Saison zu Ende, seit gestern ist das Freibad voraussichtlich bis zum 1. Mai geschlossen. Die Gemeinde sei sehr zufrieden mit der Saison, so Bürgermeister Stefan Ploog. „Wir hatten keine Einsätze und keine Verletzte“, zog auch Bademeister Volker Schulze eine positive Bilanz. Lediglich im August hätte es aufgrund des schlechten Wetters einen Durchhänger gegeben – der durch den sommerlichen September aufgefangen wurde.

Die Zusammenarbeit sei sehr gut gelaufen, sagte Jochen Reimer, Technischer Leiter der DLRG. Wobei mehr möglich gewesen wäre, „wenn wir mehr Rettungsschwimmer gehabt hätten“. Gerade in den Sommerferien hätten oft nur Schüler und Pensionäre Zeit gehabt. „Wir suchen ständig Schwimmbegeisterte, die Lust auf Wasserrettungsdienst und Schwimmausbildung haben.“

Im kommenden Jahr wird es wohl weitere Instandhaltungsarbeiten geben. „Die Wachtürme müssen saniert werden“, so Stefan Ploog, der betonte: „Die Sicherheit der Nutzer und Arbeiter ist das Wichtigste.“

kra